Die Diakonie-Stiftung setzt sich mit ihrem Projekt Praxis MitMenschlichkeit an drei Standorten dafür ein, dass Menschen in Not ärztlich versorgt werden.

Spendenthema

Ärzte für Alle: Praxis MitMenschlichkeit

Gesundheit ist ein Menschenrecht – trotzdem steht sie vielen Menschen in Hamburg nicht problemlos zur Verfügung. Die medizinische Behandlung von Menschen, die keine Krankenversicherung haben, ist nicht sichergestellt. Deswegen setzt sich die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit mit ihrem Projekt Praxis MitMenschlichkeit an drei Standorten dafür ein, dass Menschen in Not ärztlich versorgt werden.

Aus Spenden finanziert behandeln in unserer Praxis Andocken eine Allgemeinmedizinerin, eine Hebamme und eine Gynäkologin Menschen aus Nicht-EU-Ländern, die sich ohne Krankenversicherung und deutsche Papiere in Hamburg aufhalten. Im Sperrgebiet in St. Pauli leistet eine Ärztin Präventions- und Gesundheitsarbeit für Mädchen und Frauen in der Prostitution. Im Diakonie-Zentrum für Wohnungslose kümmert sich eine Ärztin in ihrer Sprechstunde um obdachlose Menschen. All diese Angebote sind kostenfrei und anonym. Zusätzlich gibt es in jeder der drei Einrichtungen immer auch die Möglichkeit der sozialen Beratung. So ist die Praxis MitMenschlichkeit ein ganzheitliches Hilfsprojekt für die Menschen in unserer Stadt.

Dafür benötigen wir Spenden

  • Gehälter der Fachärztinnen, der Sozialrechtsberaterinnen und der medizinischen Fachkräfte
  • Medikamente und Verbandsmaterialien, Laborkosten
  • Miete, Betriebskosten, Reinigung der Praxisräume
  • Willkommenspakete für die Babys bei Andocken

So wirken Ihre Spenden

Im letzten Jahr konnten in der Praxis MitMenschlichkeit über 1.000 Patientinnen und Patienten behandelt werden. Am meisten PatientInnen sind es in der komplett aus Spenden finanzierten Praxis Andocken, wo außerdem 155 Kinder zur Welt gekommen sind. Unser Ziel ist es, dass alle Babys in Hamburg gesund und sicher zur Welt kommen – unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Eltern.

Im Sperrgebiet werden alljährlich zum Welt-Aids-Tag kleine praktische Hygienetäschchen auf dem Straßenstrich an die Frauen verteilt, um sie für das Thema sexuell übertragbare Krankheiten zu sensibilisieren und zum Besuch des Sperrgebiets zu ermutigen. Parallel können sich die Frauen an zwei Tagen kostenlos von der Ärztin auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen und eine Woche später auch vor Ort in einem ruhigen Beratungsgespräch die Ergebnisse erfahren. Falls eine Behandlung nötig ist, werden die Frauen weiter begleitet.

Die Hausärztin für Obdachlose konnte zwei Mal in der Woche in ihrer Sprechstunde im Schnitt jeweils 10 Konsultationen durchführen. Hier werden größtenteils ganz gewöhnliche Krankheiten wie Lungenentzündung oder Wunden behandelt, die durch das Leben auf der Straße und die fehlende Möglichkeit zum Ausruhen schwerwiegender auftreten als in einer normalen Hausarztpraxis.