Über uns

Infos aus Projekten, Hamburg und Stiftung: Jahresbericht 2019

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Hamburgerinnen und Hamburger,

das Jahr 2019 stand unter dem Motto der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Ps. 34,15): Mit vielfältigem Engagement hat sich die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit für ein friedliches und chancenvolles Leben aller Menschen in Hamburg eingesetzt. 2019 war ein Hoffnung spendendes und spannendes Jahr für die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit – auch dank all der Mitmenschen, die mit ihren Spenden wichtige Hilfsangebote ermöglichen.

Neu unterstützen wir zum Beispiel Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil verloren haben. Wie diesen Kindern im Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer geholfen wird, lesen Sie auf den Seiten 6 und 7. Auch die bewährten Hilfsprojekte für obdachlose Menschen oder die medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung konnten wir dank vieler Spenden engagierter Menschen unterstützen.

Die Stiftung präsentiert sich mit einem neuen Internetauftritt und neuen Veranstaltungsformaten.
Besonders freut mich, dass zusätzlich der Diakonie-Stiftungsverbund gewachsen ist. Vier neue Stiftungen sind dazugekommen, die nun mit uns gemeinsam Projekte für mehr Menschlichkeit in Hamburg fördern. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 12 und 13.

Ich freue mich, dass Sie an unserer Seite sind!
Herzliche Grüße,

Landespastor Dirk Ahrens, Vorsitzender des Vorstandes

 

Unsere Hilfsprojekte

Nothilfe für obdachlose Menschen

Dank Spenden können wir obdachlose Menschen ganz konkret unterstützen: Mit Essen, Duschen, ärztlicher Versorgung und Begleitung. Gemeinsam machen wir Hamburgs Straßen menschlicher!

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Perspektiven für Kinder und Familien in Not

Wir setzen uns ein für Kinder in Not und engagieren uns dafür, dass Familie gelingen kann: Zum Beispiel, wenn das Geld einfach nicht reicht, bei Krankheit oder Tod eines Elternteils, Trennung und Scheidung.

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Medizinische Versorgung in der Praxis MitMenschlichkeit

Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht – trotzdem steht es vielen Menschen in Hamburg nicht problemlos zur Verfügung. Wir setzen uns mit der Praxis MitMenschlichkeit an drei Standorten dafür ein, dass Menschen in Not ärztlich versorgt werden.

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Füreinander da sein: Hilfen bei Not im Alltag

Füreinander da sein bedeutet für uns, Krisen gemeinsam zu meistern: Eine Trennung, eine Sucht, den Verlust eines geliebten Menschen, eine Flucht oder die Diagnose, unheilbar krank zu sein – in all diesen Lebenslagen sind wir als Diakonie für andere da.

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Schwerpunktthema

„Deshalb wein ich immer nur heimlich.“

Das Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer gibt Halt bei Verlust und Tod in der Familie

Kinder leiden besonders unter Krisensituationen in der Familie. Der Tod eines nahen Angehörigen, besonders von Mutter, Vater oder Geschwistern, gehört sicherlich zu den schlimmsten Erfahrungen, die ein Kind machen kann. Das ganze Leben ist plötzlich nicht mehr, wie es war.

Jedes Jahr sind mindestens 500 Kinder und Jugendliche in Hamburg vom Tod eines Elternteils oder eines nahestehenden, geliebten Menschen betroffen. So wie die 6-jährige Johanna: „Wenn ich zu Hause weine, weint meine Oma auch gleich; weil meine Mama ja ihre Tochter war. Deshalb wein ich immer nur heimlich.“

Finanziert zu einem Großteil aus Spenden, bietet das Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer regelmäßige, verlässliche Trauergruppen für unterschiedliche Altersklassen an. Zusätzlich gibt es ein  Notfalltelefon. Angehörige können jederzeit anrufen, wenn es einen Todesfall in der Familie gibt und sie Hilfe benötigen. Im letzten Jahr gab es über 200 Anrufe und 63 Einzelberatungen in Krisensituationen.

Inga Unkrig ist Trauerbegleiterin im Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer.

Im Gespräch mit einer Trauerbegleiterin

Warum sind Sie Trauerbegleiterin?
Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Trauer über deinem Kopf kreisen, aber du kannst verhindern, dass sie in deinen Haaren Nester bauen...“ Es ist mir eine tiefe Herzensangelegenheit, Kinder und Jugendliche nicht in ihrem Schmerz alleine zu lassen.

Was soll sich durch Ihre Arbeit verändern?
Kinder und Jugendliche brauchen nach so einem Lebensbruch wieder Perspektiven. Darin möchte ich sie in einem geschützten Rahmen begleiten und sie so gut wie möglich unterstützen. Mein Ziel ist es, dass sie sich wieder stark genug fühlen, Pläne und Hoffnung für ihre Zukunft haben, und, ganz wichtig: dass sie sich wieder von Herzen freuen können.

Wann ist ein guter Arbeitstag?
Mich erfüllt diese sensible Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen sehr, von daher gibt es für mich nur gute Arbeitstage! Es ist immer wieder berührend und schön zu erleben, wie die Kinder und Jugendlichen sich in dieser Zeit verändern – sie sind so tapfere kleine, große Heldinnen und Helden!

Gemeinsame Aktionen stärken die Gruppen

Neu in Stiftung und Projekten

Neu bei der Diakonie-Stiftung

Projekte, Themen und Veranstaltungen: Das ist neu seit 2019

Zeit für Menschlichkeit: Eine Aktion für alle, die helfen wollen

„Zeit für Menschlichkeit“ ist die neue Aktionsreihe der Diakonie-Stiftung. Hamburgerinnen und Hamburger können ganz einfach aktiv werden und anderen Menschen eine Freude machen. Beim Aktionsauftakt WEIHNACHTEN FÜR ALLE wurden in der Vorweihnachtszeit rund 700 Geschenke für Menschen in Not gesammelt – bei Früchtepunsch und Musik in der Hauptkirche St. Petri. Mehr zur Aktionsreihe

Hilfe für schwangere Frauen und ihre Neugeborenen: Neue Hebammensprechstunde

Die Diakonie-Stiftung unterstützt seit Jahren die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung in der Praxis Andocken. Neu wird dort die Gynäkologin von zwei Hebammen unterstützt. Dieses erweiterte Angebot ist möglich dank großzügiger Unterstützung der „SKala-Initiative“. 220 Frauen wurden im letzten Jahr während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett begleitet.

Mitmachen: Engagement für Menschen in Not

Seit Sommer 2019 vermittelt die Diakonie-Stiftung auch Freiwillige, die sich ehrenamtlich in Projekten der Diakonie engagieren möchten. Es gibt Infoabende und Beratungsangebote, Fort- und Weiterbildungen. Das Programm „kurz und gut“ ermöglicht spontanes Engagement, bei „MitReden“ werden neue Ideen zu aktuellen Herausforderungen in der sozialen Arbeit entwickelt. Weitere Projekte sind in Planung – bleiben Sie informiert auf diesen Seiten!

Auf neuen Rädern: Neuer Mitternachtsbus nach 150.000 km

Dank Spenden kann ein neuer Bus gekauft werden! Der Spendenaufruf 2019 war erfolgreich: es kann ein neuer Mitternachtsbus angeschafft werden. Der alte Bus ist altersschwach und die Innenausstattung wird komplett erneuert. Der Mitternachtsbus ist das ganze Jahr über jeden Abend mit Ehrenamtlichen unterwegs. So werden täglich im Schnitt 130 obdachlose Menschen in der Innenstadt versorgt.

Spenden, Förderungen, Stiftungsverbund

Finanzen und Förderungen

Finanzübersicht zum 31.12.2019, Spendenergebnis und Informationen zum Stiftungsverbund 2019
Spendenergebnis nach Themenfeldern

915.577 € Spenden haben wir im Jahr 2019 erhalten. So verteilen sie sich:

Hilfe für obdachlose Menschen: 534.492 €
Ärzte für Menschen in Not: 104.003 €
Familien und Kinder in Not: 201.782 €
Hilfe bei Not im Alltag: 75.300 €

Gesamtspenden 915.577 €
Mit 858.748 € wurden bis Jahresende 2019 Projekte gefördert bzw. Förderungen zugesagt; 56.829 € stehen in den Rücklagen für  weitere Projektförderungen zur Verfügung.
Klick für größere Ansicht der Finanzübersicht

Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit als Förderstiftung
Wir fördern diakonische Arbeit in Hamburg. Die meisten Spenden, die wir derzeit bekommen, sind zweckgebundene Spenden für Projekte des Diakonie-Hilfswerkes, wie z. B. den Mitternachtsbus. Im Jahr 2019 haben wir die Projekte des Hilfswerkes mit 858.748 € gefördert.

Verwaltungsausgaben
Gemäß § 58 AO werden die Verwaltungsgeschäfte der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit durch das Diakonische Werk Hamburg wahrgenommen. Hierfür werden keine Spendengelder verwendet.

Diakonie-Stiftungsverbund: Gemeinsam stark für Hamburg

Die Ausgangslage
Eine Stiftung ist nur dann zukunftsfähig und kann auch in Zukunft Gutes tun, wenn Aufwand und Ertrag in einem gewinnbringenden Verhältnis zueinander stehen. Das ist nicht immer leicht zu erreichen – insbesondere, wenn das Stiftungskapital um die 100.000 Euro oder geringer liegt und aufgrund der aktuellen Zinslage nur wenig Erträge generiert. In Hamburg gibt es viele solcher kleinen Stiftungen.

Die Idee
Der Diakonie-Stiftungsverbund MitMenschlichkeit besteht seit 2016. Er entstand aus der Idee, das Stiftungsengagement kleinerer Stiftungen zu bündeln. Derzeit fördert der Verbund mit einem Gesamtfördervolumen von rund 950.000 Euro jährlich, bestehend aus Spenden und Kapitalerträgen, diakonische Arbeit in Hamburg. Der Verwaltungsaufwand für diese Stiftungen kann minimiert und die Möglichkeiten ihrer Zweckverwirklichung maximiert werden. Die Expertise der Diakonie in Hamburgs sozialem Sektor macht die Realisierung zahlreicher Förderprojekte möglich. Unser Ziel: Hamburg menschlicher zu machen!

Förderungen 2019
Dem Stiftungsverbund gehörten im Jahr 2019 neun Stiftungen an. Alle Stiftungen fördern gemeinsam diakonische Arbeit in Hamburg – eine jede ihren satzungsmäßigen Zwecken nach. Allein im letzten Jahr konnten folgende Förderungen entsprechend der satzungsmäßigen Zwecke verwirklicht werden:

  • 19.957 € für bedürftige Menschen (Joseph Beyer-Stiftung und Adolph und Malvine Metelmann geb. Gerber-Stiftung)
  • 10.000 € für das Projekt „Hospiz-Kompetenz“ (Joseph Beyer-Stiftung)
  • 5.000 € für die Diakonie-Station Wilhelmsburg (Linda Reiher-Stiftung)
  • 1.000 € für ein Theaterprojekt der Suchtselbsthilfe (H. u. E. Schaedtler-Stiftung)
  • 300 € für das Projekt „Jugendliche helfen Senior*innen bei Fragen rund ums Smartphone“ (Paula und Walter Rickert-Stiftung)
  • 450 € Einzelfallhilfen für Seniorinnen und Senioren im Hospital zum Heiligen Geist (Gerdrut Schele-Stiftung)

    … und zahlreiche Infoveranstaltungen mit Alltagstipps zu Demenz und der Demenz-Musterwohnung sowie weitere 915.577 € Projektförderungen bzw. zugesagte Fördergelder durch die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit (siehe oben).

Das Stiftungsteam

 

In unseren Räumlichkeiten in der Königstraße 54 im 4. Stock des Dorothee-Sölle-Hauses sind wir für Sie da!

Jutta Fugmann-Gutzeit, Geschäftsführerin
Lea Krause-Solberg
Niclas Rabe
Dirk Ahrens, Vorsitzender des Vorstandes

T 040 30620-261 | spenden@diakonie-hamburg.de
www.mitmenschlichkeit.de
Spendenkonto: Hamburger Sparkasse
IBAN DE76 200 505 50 1230 1432 55

Über die Diakonie-Stiftung

Vorstand:
Landespastor Dirk Ahrens (Vorsitzender)
Stefan Rehm (Stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Uta Andrée
Gabriele Brasch
Henning Kruse
Dr. Torsten Schweda
Dr. Tobias Woydack

Gründungsjahr: 2010

Körperschaftssteuerfreistellungsbescheid des Finanzamts Hamburg-Nord für Steuernummer 17/405/03444 vom 16.01.2019, gültig bis 31.12.2022.

Mehr zum Thema Transparenz finden Sie hier.

Jahresbericht 2019, herausgegeben im August 2020

Gerne können Sie bei uns die Printversion dieses Jahresberichtes bestellen. Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an stiftung@diakonie-hamburg.de