Unsere Spendenprojekte trotzen der Corona-Pandemie

Die Hilfsangebote der Diakonie für Menschen in Not haben sich schnell auf die Pandemie eingestellt – Spenden an den Corona-Notfonds ermöglichen schnelle und konkrete Hilfen

Der Schock saß tief beim Team der Obdachlosenhilfe, als der sogenannte Lockdown begann und klar war, dass das Diakonie-Zentrum für Wohnungslose geschlossen und der Mitternachtsbus stehen bleiben musste. Doch anstatt zu resignieren, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um schnellstmöglich wieder verlässlich da sein zu können. Nach wenigen Tagen konnte bereits wieder Essen aus dem Fenster herausgegeben werden und der Mitternachtsbus mit zwei Ehrenamtlichen – statt der normalerweise vier – wieder seine Tour fahren und Lunchtüten ausgeben. Mit der Zeit konnten Hygienekonzepte entwickelt und alle Hilfsangebote wie etwa die Duschen oder die Beratung wieder aufgenommen werden.

Praxis MitMenschlichkeit die ganze Zeit geöffnet

Die ärztlichen Angebote für schwangere Frauen ohne Krankenversicherung und die Sprechstunde der Allgemeinmedizin der Praxis Andocken im Schanzenviertel konnten während des Lockdowns  aufrechterhalten werden. Ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten half, dringende Untersuchungen und Behandlungen durchzuführen.

Neue digitale Hilfsangebote

Videotelefonie und E-Mails waren auch für die Trauerbegleiterinnen im Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer die beste Möglichkeit, trotz Pandemie erreichbar zu sein. So werden Kinder und Jugendliche unterstützt, die vor kurzem einen geliebten Menschen wie Geschwister oder ein Elternteil verloren haben.

Spenden aus dem Corona-Notfonds helfen schnell und konkret

Mit dem Corona-Notfonds der Diakonie-Stiftung können beispielsweise Obdachlose zum Schutz vor Infektionen in Hotels untergebracht werden. Die Sozialarbeiterinnen in St. Georg können Care-Pakete an Frauen ausgeben, die auf der Straße leben und der Armutsprostitution nachgehen. Auch die Lunchtüten, die am Mitternachtsbus verteilt werden, sind durch den Notfonds finanziert – denn die herkömmlichen Lebensmittelspenden wurden von den Bäckereien eingestellt und die Verpfl egung muss derzeit eingekauft werden.